Overcooked: Special Edition im Test

Butter 21. Oktober 2017

Seit seinem Release im August 2016 ist Overcooked einer der beliebtesten Couch-Coop Indie-Titel. Jetzt erschien Overcooked in der Special Edition für die Nintendo Switch. Kann das Konzept auch hier geschmacklich überzeugen? Finden wir es heraus.

 

Nur Kochen kann die Welt noch retten

In Overcooked müssen wir als Köche verschiedenste Gerichte kochen. Aber warum? Das fliegende Spaghettimonster hat die Erde angegriffen und droht die Welt ins Chaos zu stürzen. Der einzige Weg dies zu verhindern, ist seinen Hunger zu stillen. Dafür müssen wir zu waschechten Profi-Köchen ausgebildet werden, denn bei unserem ersten Aufeinandertreffen mit dem Monster scheitern wir es zu sättigen und somit auch bei unserem Versuch die Erde zu retten. Deswegen werden wir vom Zwiebelkönig mittels einer Zeitreise in das Jahr 1993 zurückgeschickt, um von Grund auf das Kochen zu erlernen. Unser Weg führt uns dabei durch die verschiedensten Level und Rezepte. Die Komplexität steigert sich dabei kontinuierlich, bis zu unserem erneuten Aufeinandertreffen mit dem Spaghettimonster.

 

 

Einfach zu lernen…

Die Steuerung und die Grundmechaniken von Overcooked versteht man sofort, wenn man das Spiel zum ersten Mal startet. Am oberen linken Bildschirmrand wird uns angezeigt, welche Gerichte (inklusive Rezept) wir zubereiten müssen. Suppen, Burger, Pizzen, die Auswahl der Gerichte und die Art ihrer Zubereitung variiert von Level zu Level. Für eine simple Zwiebelsuppe reicht es 3 Zwiebeln zu schneiden und sie in einen Topf zu geben. Bei Burgern hingegen müssen wir uns die Brötchen suchen, Salat und Tomaten schneiden, und natürlich dürfen wir nicht vergessen auch das Fleisch zu braten. Sind die Gerichte fertig, müssen wir diese auf Tellern zur Essensausgabe bringen. In manchen Leveln müssen wir zusätzlich auch noch schmutziges Geschirr sammeln und abspülen. Je schneller eine Bestellung beim Kunden angekommen ist, desto mehr Punkte erhalten wir.

 

…hart zu meistern.

Denkbar einfach erscheint uns also das Grundprinzip. Dennoch wird es in der Küche sehr schnell stressig und mit etwas Pech auch unübersichtlich. Gespielt wird mindestens in einem Team aus zwei Köchen. Spielt man alleine, kann man zwischen zwei Figuren wechseln. Es empfiehlt sich jedoch gemeinsam mit Freunden im Koop zu spielen. An dieser Stelle beginnt das Spiel auch direkt zu glänzen, denn ansonsten wird es in höheren Leveln schlichtweg zu schwer die Gerichte rechtzeitig zuzubereiten und herauszugeben. Denn, ganz wichtig, umso weiter wir in der Story kommen, desto mehr Hindernisse werden uns in den Weg gelegt. Am Anfang werden wir “nur” mit einer Küche auf fahrenden Trucks konfrontiert, später schon finden wir uns in einer Küche mitten auf dem Eis wieder. Entsprechend können wir uns auf rutschigen Untergrund und auf unfreiwillige Badesituationen einstellen. Früher oder später wird es uns aber passieren, das etwas anbrennt. Anbrennen ist dabei wörtlich zu verstehen. Der Feuerlöscher sollte also immer Griffbereit stehen.

 

 

Kommunikation und Planung sind der Schlüssel zum Erfolg

Um die Herausforderungen erfolgreich zu absolvieren sind Kommunikation und Planung von absoluter Wichtigkeit. Das Spiel ist klar auf den kooperativen Multiplayer mit Freunden auf der Couch ausgelegt. Arbeitsteilung ist häufig der einzige Weg zum Ziel und das erfordert viel Kommunikation. Ansonsten fehlen zu schnell die Zutaten oder ihr steht euch schnell im Weg. Schnell kann es auch passieren, dass ihr euch lachend anschreit, weil mal wieder jemand den Weg oder das Schneidebrett blockiert. Es kann also durchaus mal lauter werden im heimischen Wohnzimmer. Durch den gut ausbalancierten Schwierigkeitsgrad des Spiels, bleibt dieses jedoch immer fair und dennoch fordernd. Nicht selten müssen einzelne Level neu gespielt werden, damit wir unsere 3-Sterne Bewertung erhalten.

 

 

Küche bedeutet Krieg!

Neben dem Storymodus gibt es außerdem einen Versus-Modus. Mit bis zu vier Spielern können wir hier in 2er Teams gegeneinander antreten. Das Team, das die meisten Gerichte richtig und am schnellsten zubereitet, bekommt die meisten Punkte und gewinnt entsprechend die Runde. Falls ihr euch also nach dem Story Modus noch nicht abgrundtief hasst, könnt ihr spätestens hier den ultimativen Streit provozieren. 😉

 

Fazit

Overcooked bietet in der Special Edition für Nintendo Switch einen Umfang von 44 Kampagnen-Level, 9 Versus-Level und insgesamt 22 spielbare Charaktere. Die DLCs, die man auf dem PC noch zusätzlich kaufen musste, sind hier bereits inklusive. Im Singleplayer weiß das Spiel nicht unbedingt zu glänzen, was jedoch an der Tatsache liegen kann, dass man mindestens 2 Köche pro Level benötigt. Im Multiplayer weiß dieses Spiel allerdings vollkommen zu überzeugen und ist durch die Einfachheit in seiner Bedienung als Partyspiel super geeignet. Für eine längere Spielsession ohne Spaßverlust sorgt die ansteigende Komplexität der Level und Gerichte. Overcooked schafft es, dass unerfahrene und erfahrene Gamer gemeinsam an die Konsole gefesselt sind und eine lange Zeit viel Spaß miteinander haben werden.